Cartoon Plastik überall ...

Trumix - Plastik überall ...

 
In den Meeren schwimmt ein 150 Millionen Tonnen schweres Umweltproblem: Plastik. Wir verbrauchen zu viel und verwenden zu wenig wieder. Zum Schutz der Meere braucht es neue Konzepte.

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Heiter_bis_dunkel - 09.11.17 21:55
Das ist optisch einfach Oberklasse! Ein sehr schönes Bild mit Tiefgang. Wäre auch eine tolle Illustration für einen Artikel in einer Zeitschrift, oder die Spiegel-Titelseite zu dem Thema!
 
antonreiser (toonsUp admin) - 27.10.17 21:31
Starkes Bild.
Richtig optimistisch bin ich ja nicht, aber vielleicht kumulieren die von uns geschaffenen Probleme demnächst auf eine Weise, die ein radikales Umdenken erzwingt.
Ich hoffe es jedenfalls für meine Kinder und Enkel. Und für alle anderen auch.
 
Trumix - 27.10.17 18:34
****** WOWOWOWWOW!!!! Danke für diese rege und auch inhaltlich hochwertige Diskussion!!
Schade ein bißchen, dass nicht mehr dazu einen kleinen Kommentar, Anregung o.ä. hinterlassen.
Nochmals ganz herzlichen Dank an PauerCmx und Leichnam für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt!!
Und ja, bin voll der Meinung von Leichi und Power und hoffe, dass wir uns alle irren!!
 
Leichnam - 27.10.17 11:58
Ja, das ist schon ne tolle Natürlichkeit ...

Sehr gut von Trumix, mal solche Bilder zu bringen!
 
PauerCmx (toonsUp team) - 27.10.17 11:56
Es ist ein Selbstläufer. Die Firmen arbeiten auf ein "Produkt Mensch" hin. Vom Baby-Sortiment über Jugendprodukte bis hin zum Erwachsenen. Man schaut sich an was ein Mensch in einer gewissen Lebensphase braucht, oder kreiert neue Bedürfnisse (faktisch eines der wichtigsten Mittel im Marketing). Jede einzelne Bedürfnislücke wird ausgereizt. Hast du dir die Hightech-Kinderwägen dieser Tage angeschaut? 70€ ist noch ein Billigmodell.

Die Vermüllung - um die Kurve zu Trumix' Cartoon wieder zu kratzen - ist dabei nur ein unwichtiger Teilaspekt für die Firmen. Der Mammon regiert die Welt. Dass wir dabei als Lebewesen langsam in einen Mechanismus der Selbstversklavung übergehen, ist aus Sicht der Bedürfnisse des Marktes eine ganz natürliche Entwicklung. Da muss keine Verschwörungstheorie für herhalten, es passiert vor unseren Augen, wenn man genau hinschaut.
 
Leichnam - 27.10.17 11:48
Vielleicht ist das GEWOLLT und nicht mal ne Verschwörungstheorie, Pauer ... Darüber habe ich schon oft nachgedacht.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 27.10.17 11:42
Leichnam, das ist leider auch meine Erfahrung. Die Mehrheit der Schulkinder sind für nichts zu begeistern oder urteilen hastig und verlieren nach wenigen Minuten (wenn überhaupt!) das Interesse. Habe mit einer bekannten Lehrerin gesprochen und die hat mir gesagt, sie muss richtiggehend Tricks anwenden, um die Meute zu motivieren und von den blauen Bildschirmen wegzulocken. Sie arbeitet mit "Selfie-machen" in den Übungen im Unterricht, um ihre Themen anzubringen. Hier bin ich leider schon komplett resigniert. Ich hätte nicht die Ausdauer und hohe Frustrationsschwelle mit der Generation Smartphone zu arbeiten. Das ist ein hausgemachter Narzissmus, den wir hier beobachten. "Ich ich ich" - my profile, my amazon, myspace, iPhone, Selfie "ich ich ich und nochmal ich". Kein Platz für Dinge, die einen nicht unmittelbar betreffen oder einen nur vage über viele Ecken überhaupt angehen könnten. Pures Gift ist dieser übersteigerte Egozentrismus.
 
Leichnam - 27.10.17 11:38
Vor allem die Jugend müsste es interessieren, Power.
Bei uns in der Firma die Azubis haben da NULL Bewusstsein. Ich hab die schon oft darauf angesprochen. Jugend ist ja Zukunft.
Einziges Interessengebiet: Smartphone. Da aber nicht aufklärende Seiten im Netz, sondern stundenlanges sinnfreies Her- und Hingeschreibe mit "Freunden" ...
Versuchst du mal ein menschliches Gespräch auch über Themen, die Menschen vorwärts bringen würden, wird man mitleidig angeschaut. Motto: "Dieser Oldschool-Typ hat ja ne Macke ..."
Herrschaftszeiten, so schauts wirklich aus. Vielleicht ist an Universitäten und bei Akademikern da mehr Bewusstsein da. Bei Arbeiterkindern leider kaum, obwohl ich ja selbst ein Arbeiterkind bin, aber MIT Bewusstsein. Das kommt vielleicht durch meine DDR-Vergangenheit, wo es solche Themen intensiv in der Schule gab und auch die Eltern noch entsprechend positive Erziehung ausübten.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 27.10.17 11:29
@Leichnam: Vorweg: Deine Urlaubsgeschichte erinnert mich an einen fast identischen Eindruck, den ich vor Jahren in Tunesien hatte. Da werden scheinheilig in den Resorts Mistkübel mit getrenntem Müll aufgestellt und darüber ein Schildchen "Bitte Müll trennen für die Umwelt. Danke!". Keine paar Kilometer außerhalb sind die Bäume mit vom Wind verblasenen Plastiksäcken behangen und dahinter ist die Landschaft mehrere Hügel weit mit Müll zugeschüttet und teilweise steigt sogar Rauch auf.

Ich denke schon, dass es auch im Kleinen hilft etwas an seinen Gewohnheiten zu verändern. Ich verwende bei Möglichkeit überhaupt keine Plastiktüten mehr und kaufe bewusst Sachen, die auf Plastik verzichten oder sehr wenig verwenden. Es wird immer seltener in herkömmlichen Supermärkten selbst Gemüse und Obst ohne Plastik zu kaufen. Der Konsument entscheidet leider und Versuche der Supermärkte ergeben, dass die Leute bei verpacktem Zeug lieber hingreifen und es "hygienischer" finden. Dabei haben beispielsweise Bananen ihre eigene "Verpackung" und brauchen daher keinerlei Schutz. Das sind die paradoxen Entwicklungen der Konsumwelt.

Auch erste Welt Länd sind keine Undschuldslämmer. In meinem Heimatort habe ich an einem Berghang hinter einer verlassenen Fabrik eine illegale Plastikdeponie gefunden, die vor einigen Jahren sogar medial aufgeflogen ist. Dort lagern verschnürte 1-Kubikmeter große Plastikmüllwürfel und warten auf ... ja auf was denn eigentlich? Darauf, dass sie vom Regen ausgespült werden und sämtliche Weichmacher in unsere Umwelt sickern? Bis dann auch das Plastik brüchig wird und durch Erosion in unseren Boden gelangt? "Schöner" Film dazu: https://www.youtube.com/watch?v=_6xlNyWPpB8

Ich finde so einen Fatalismus á la "Ich alleine kann sowieso nichts ändern!" einfach nicht gut genug. Wenn schon die Lobbyisten sich das Geld gegenseitig in den A schieben, dann kann man als Luxusgenießer im reichen Westen doch wenigstens diese kleinen Gesten und Veränderungen in seinen Alltag einführen, die einen großen Unterschied machen. Jede Plastikflasche weniger heißt wortwörtlich eine Plastikflasche weniger in der Landschaft, im Meer oder sonst wo.
Weil die Supermärkte und Hersteller sich nach der Nachfrage orientieren, ist ein Umdenken des Konsumenten also definitiv eine Möglichkeit etwas zu bewirken. Werden keine Plastikflaschen mehr gekauft, reagiert der Markt und der Hersteller. In den 90ern war es noch gang und gäbe Mineralwasser und Fruchtsäfte in Glasflaschen zu finden. Wo sind die Glasflaschen hin? Muss man sich dem Diktat der Hersteller unterwerfen? Nein.

Mich ekelt es vor Plastik regelrecht. Diese Gewürzmühlen aus Plastik, die sich selbst zerreiben und deren Plastikfussel man dann ins Essen streut; Plastikgeschirr heiß aus der Mikrowelle nehmen und die Weichmacher damit ins Essen verdampfen lassen; Plastikspielzeug für die Kleinen, mitunter ganz feine Plastikhaare an den Puppen, die dann überall in der Wohnung verstreut sind. Die "Erfolgsgeschichte" Plastik ist noch gar nicht ganz ausgereizt, es wird immer weiter an neuen Produkten, Variationen und Einsatzmöglichkeiten geschraubt. Wenn man ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung in der ganzen Sache entwickelt, macht man einen effektiven, ersten Schritt in die richtige Richtung.
 
Leichnam - 27.10.17 10:52
Bei uns gibts schon lange keine Plastetüten mehr. Höchstens teuer bezahlbar, wenn man wirklich mal den Beutel vergessen hat.
Aber Alleingänge nutzen nix, da muss weltweit was passieren.
Hab immer meine drei Stoffbeutel dabei, wenn ick in den Konsum gehe.
Aber Plaste sind nicht nur Tüten. Und nicht nur Plaste landet im Meer, sondern eigentlich alles, was Abfall ist.
Als ich 1997 in der dominikanischen Republik war, hatten die dort laut Ausflugsleiter nicht mal Müllverbrennungsanlagen im Land. Müll war schlicht nie berücksichtigt worden in Rechnungen des Fortschrittes, es ging nur um Steigerung Geld, wie fast überall auf Erden. Wir machten da (meine Dame und ich) auch Fahrradtouren und fuhren mal über nen gigantischen Müllplatz. Aber nicht planiert - alles einfach in die Karibiklandschaft gekippt. Überall huschten so gekkoartige Tierchen um unsere Reifen, die kamen aus den Müllbergen hervor. Es stank erbärmlich.
Man muss im Kleinen bei sich selbst anfangen. Aber die Großen und Mächtigen dieser Welt reiben sich solange onanierend ihre Geldscheine unter den Nasen her und hin, bis sie vom Geruch der Knete jämmerlich dahinsiechen. Es wird sich nichts ändern, da muss man pessimistisch bleiben. Udo Lindenberg: "Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt." ... Schon vor über 30 Jahren hat der Lindi das immer wieder gesehen und rausgeschrien.
Enkel und Urenkel werden es büßen müssen.
Man schaue mal diese Klimakonferenzen und Umweltgipfel an. Was passiert hernach? Irgendwelche Beschlüsse zwischen Aktendeckel, die dann sowieso nicht eingehalten werden/eingehalten werden können. Papier ist geduldig.
Es wird immer das Geld regieren hier auf diesem Planeten, bis die Krätze Menschheit endlich mal aus dem Universum verschwunden ist. (Ich sehe mich da selbst mittendrin und als nichts Besseres, glaubt mir bitte.)
Habe einen unfassbaren Selbsthass auf uns Menschheit entwickelt, schon lange. Bringen tut der natürlich auch nichts.
Abholzung Regenwald, Verschmutzung Meere - es ist, als würde man sich täglich selbst ein Stück seiner Lunge aus dem Körper schneiden. Wälder und Meere sind Sauerstoffspender Nr. 1 auf Erden. Das "Zeug" (Sauerstoff) brauchen wir zum leben, nur mal nebenher bemerkt ...
 
Trumix - 26.10.17 12:26
Danke!!!! Es gibt sicher nicht die alleinige Haurucklösung. Aber einfach beim nächsten Einkauf mal drüber nachzudenken, ist ja auch schon was
 
PauerCmx (toonsUp team) - 26.10.17 12:18
Traurig und wahr. Zudem essen wir die zerteilten, feinen Plastikfetzen, die man dann kaum noch mit dem bloßen Auge betrachten kann. Plastik zersetzt sich nicht, daher zerteilt es sich bloß durch mechanische Einwirkungen in immer kleinere Teile.

In manchen Ländern, Österreich z.B., wird zumindest schon die kostenlose Plastiktüte aus den Supermärkten verbannt. In Ländern wie Ungarn und England ist das Umweltbewusstsein allerdings total mangelhaft. Es ist nicht nur die Landschaft zugemüllt, auch die Leute haben keine Skrupel überall die dünnen Plastiksäcke zu verwenden, auch wenn man sie leicht mit Papier ersetzen könnte. Sogar in fixen Restaurants in Märkten, die das ganze Jahr über Betrieb haben, gibt es oft Plastikgeschirr und Teller, aus reiner Faulheit.

Wachrufen und daran erinnern, dass das alles nicht in Ordnung ist, kann nie falsch sein.
 
Spanossi - 26.10.17 12:07
Das Ding ist super geworden!
 
 

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