Picture Puzzle Jede Menge Kerzen

SeplundPetra - Jede Menge Kerzen

 
Alles entstanden im Jahr 2015
Ich wurde von zwei lieben Kolleginnen gebeten, wie 23 andere Menschen, die an unserer Schule arbeiteten, eine so genannte Kakao-Karte mit einem weihnachtlichen Bildchen zu bepinseln. Diese sollten als Türklappenmotive für einen Kollegiumsinternen und selbst gebastelten Adventskalender dienen. Also sagte ich zu, nahm eines dieser Kärtchen entgegen, steckte es ein, um es in Ruhe zu Hause bemalen zu können.
Aber was malt man auf eine so kleine Karte? Vor allem, was malt man darauf, wenn noch so viele andere auch eine bemalen? Einen Weihnachtsbaum? Einen Engel? Den Weihnachtsmann? Sterne? Einen Esel? Ich entschied mich für einen Weihnachtsmann mit grünen Handschuhen und vor allem JEDE MENGE KERZEN - was insgesamt schon einem kleinen Wimmelbildchen, gerade in Anbetracht der geringen Fläche durchaus als solches bezeichnet werden konnte, glich.
Leider musste ich das Bildchen ja wieder abgeben, ich scannte es jedoch noch schnell ein und bastelte ein Fehlersuchbildchen daraus.

Insgesamt sind 5 Veränderungen zu entdecken. Wer Lust hat, darf gerne darunter dann auch noch weiterlesen...
Aber irgendwie erging es mir mit diesem Bildchen so, wie mit vielen anderen geschaffenen Werklein auch - ich hatte das Gefühl, die Kreativität, die diesem gezeichneten oder gemalten Werk innewohnte, war noch nicht ausgeschöpft. Also begann ich einfach drauflos zu schreiben und mich dabei von den Dingen und Farben, die da zuvor aus meinen Händen und Fingern auf die ATC-/Kakao-Karte geflossen sind, treiben zu lassen. Auf diese Weise ist die nun folgende kleine Geschichte entstanden.

Eines Morgens wachte der Weihnachtsmann auf und ihm war kalt. Er fror. „Nasowas!?“, dachte er sich. Denn normalerweise fror er nicht so leicht. Das wäre auch nicht von Vorteil, weil er ja zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag auf der ganzen Welt unterwegs ist, um Geschenke zu verteilen. Und das ist ja im Winter - zumindest auf der Nordhalbkugel! Außerdem fährt er mit einem offenen Schlitten - quasi einem Cabrio. Da kann es durchaus auch mal ganz schön ungemütlich werden. Deshalb darf der Weihnachtsmann auch nicht frieren. Tut er ja normalerweise auch nicht. Außer heute.

Was ist also anders?
Er liegt im Bett unter seiner warmen Decke.
Das ist nicht anders.
Er hat einen weißen Bart und weiße Haare.
Das ist nicht anders.
Er hat einen dicken Bauch und sein roter Mantel liegt auf dem Stuhl neben seinem Bett.
Alles wie immer.
Auch seine Stiefel stehen ordentlich und sauber neben ihm.
Was kann es denn dann sein?

Plötzlich merkt er, dass der Raum ziemlich dunkel ist. Er greift zum Lichtschalter seiner Leselampe und möchte das Licht anmachen.
Klick.
Nichts passiert.
Klick.
Immernoch nichts.
Klickklickklickklickklickklickklick.

Mist.

Dann ist wohl der Strom ausgefallen. Und die Heizung. Darum friert er also.

Wie gut, dass er für einen solchen Fall immer ein paar Kerzen im Haus hat. Vor allem hat er heute Glück, denn die Rentiere sind mit dem Schlitten und ein paar Weihnachtswichteln unterwegs, um eine Probefahrt zu machen. Es sind nämlich einige neue Rentiere dabei. Die müssen das Ziehen des Weihnachtsschlittens erstmal lernen, bevor sie mit dem Weihnachtsmann auf große Weltreise gehen können. Und wie sollen sie landen ohne Beleuchtung auf der Erde? Ohne zu wissen, wo genau sie landen können?
Und genau darum ist es so gut, dass der Weihnachtsmann so viele Kerzen hat.

Er schaut auf die Uhr.

Ups.

„Schon so spät?!“

Gleich wollen Rudolf und die anderen landen. Der Weihnachtsmann muss sich beeilen!

Schnell schlägt er die Decke zur Seite.

„Mann ist das kühl!“

Er schlüpft schnurstracks in seine Weihnachtsmannklamotten und die Stiefel, setzt sich seine Mütze auf und geht in den Schuppen, wo er die ganzen Kerzen aufbewahrt.

Er stellt sie überall hin, damit es hell genug werden kann, wenn denn erstmal alle Kerzen angezündet worden sind. Und DAS ist genau das Problem. Er hört schon die Glöckchen, die an seinem Schlitten hängen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Übungsausritt seiner Rentiere mit dem Schlitten nun fast zu Ende ist. Er muss sich beeilen.
„Alleine schaffe ich das NIE!“, denkt er sich verzweifelt, während er nach den Streichhölzern kramt, um die Kerzen anzuzünden. „Und die Weihnachtswichtel sind ja mit im Schlitten. Die können mir auch nicht helfen…“

„Wir könnten Dir doch helfen!“, hört er da ein paar zarte Stimmchen und er blickt sich um.

Aber er sieht nichts und niemanden.

„Hier oben! Direkt über Dir!“

Er schaut hoch - durch die Deckenfenster seines Schuppens. Ha! Da! Die Sterne! Großartige Idee!

Alle packen mit an und helfen dem Weihnachtsmann all die Kerzen anzuzünden, damit der Schlitten sicher nach Hause findet.

Die letzte Kerze zündet der Weihnachtsmann selbst an. Es ist eine schmale, rote Kerze, die der Weihnachtsmann mal von Frau Holle zum Nikolaus geschenkt bekommen hat - mit einem selbst gedrechselten, hölzernen Kerzenständer zusammen. Sie wird besonders hell leuchten.
Die Sterne tummeln sich zwischen all den Kerzen, um mit ihrer Helligkeit noch ein bisserl zusätzlich zu strahlen.

Gerade noch rechtzeitig sind sie fertig geworden. Die Glöckchen sind nun schon deutlich zu hören und im warmen Lichtschein der ganzen fröhlichen Kerzen und Sternlein kann man den Schlitten, die Rentiere und auch die Weihnachtswichtel schon sehen.

Sie wundern sich zwar etwas über die seltsame Ansammlung an Kerzen, die ihnen zeigt, wo sie sicher landen können, aber freuen sich auch über die schöne Stimmung im verschneiten Weihnachtsmannland mit all dem Kerzenschein.

Alles kein Problem. Sicher landet der Schlitten. Die neuen Rentiere in Rudolfs Crew haben schnell gelernt und so kann es dann auch bald kommen: Das Weihnachtsfest…

Einzig Rudolf fällt auf, dass der Weihnachtsmann sich im Dunkeln vorhin etwas vergriffen hat und aus Versehen ein paar Handschuhe eines Weihnachtswichtels angezogen haben muss, statt der eigenen. Woran er das erkannt hat? Nun, eigentlich sind die Handschuhe vom Weihnachtsmann genau so rot wie Rudolfs Nase.
„Aber die grünen Handschuhe stehen ihm auch ganz ausgezeichnet.“, denkt sich Rudolf und gönnt sich nach der Tour eine frische Portion Heu - auch wenn die heute irgendwie kälter schmeckt als sonst…

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SeplundPetra - 27.12.16 16:34
 
MKBerlin - 27.12.16 16:33
Wie ich Dich kenne, ist das Original kleiner als dieses hochgeladenen Bild. Sowas kann nur jemand mit guten Augen zeichnen, also ein Möhrensafttrinker! Ich bin immer wieder beeindruckt! Eine ganz besondere Kunst, die Du uns hier immer wieder präsentierst!
 
SeplundPetra - 27.12.16 11:31
@einstern: Das Bildchen hätte ich ja zu gerne gesehen...

@fine: Möhrensaft gibt Augen Kraft!, Gell?

@Schnitte: Das freut mich! Ich liebe wimmelige Bilder auch!

@Spanossi: Dankefein!

Sagt einfach Bescheid, wenn ich die Lösung niederschreiben soll
 
Spanossi - 27.12.16 06:38
Sehr schön, sowohl Bild als auch Geschichte
Von den Fehlern habe ich bisher nur 4 gefunden
 
Schnitte74 - 26.12.16 22:19
Auf die Wimmelbilder stehe ich total.
Nur vier Fehler gefunden.
 
nebelwurstimabfall - 26.12.16 16:32
zwei gefunden , auf anhieb - für die nächsten muss ich erst mal etwas möhrensaft trinken
 
einstern - 26.12.16 13:24
Am besten war ja, dass Madita, eine Schülerin, mir letztes Jahr einen wunderschönen Weihnachtsmann mit ausgerechnet grünen Handschuhen gemalt hatte. Der hing an der Schranktür, da kommen immer die Bildergeschenke der Schüler hin.

Eines morgens im Adventskreis las ich ihnen sepls Geschichte vor und hab mir eigentlich gar nix dabei gedacht. Den Grünbehandschuhten hatte ich schon längst vergessen. Bis alle plötzlich riefen: "Das ist er, Maditas Weihnachtsmann", ...irgendwie witzig. Schade, dass ich das Bild nicht mehr habe, sie hat es im Sommer mitgenommen, sonst hätte ich es euch gerne gezeigt. Sah fast genauso aus.
 
SeplundPetra - 26.12.16 12:30
Dankeschön!
 
Leichnam - 26.12.16 12:15
Saustarkes Bild!
 
 

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